Die "neuen" Spielregeln von Instagram 

von Alexander Brechtl, Geschäftsführer InstaReichweite

"Instagram, quo vadis?" - wohl keine Frage beschäftigt Nutzer auf der ganzen Welt derzeit mehr. Schließlich waren die letzten Wochen und Monate für die User der zweitgrößten Social Media Plattform der Welt ziemlich turbulent und die Anpassungen des Instagram Algorithmus von teilweise extrem zurückgegangener Reichweite "omnipresent". Veröffentlichte Statistiken der amerikanischen Marketing Data und Analytics Consulting, Trustinsights.ai, zeigten einen Rückgang der Engagement Rate bei Unternehmen und Influencern von teilweise knapp 50%.

Unternehmen

Influencer

Zudem machen seit mehreren Wochen auf zahlreichen Presseportalen News die Runde, dass Instagram derzeit seine Testphase für das "Verschwinden" von Likes unter den Bildern und Aufrufen unter den Videos auf insgesamt 7 Länder ausweiten wird - u.a. Irland und Italien.

Die Facebook-Tochter will damit erreichen, dass sich die User auf die Fotos und Bilder

konzentrieren und nicht auf die Zahl der Likes, die sie erhalten hat", ließ der Dienst in einer

offiziellen Pressemitteilung verlauten.

Als Experten für organischen Reichweitenaufbau mit Hilfe von Automatisierungstools auf Instagram haben wir uns die letzten Wochen und Monate intensiv mit der Zukunft der Plattform auseinander-gesetzt. Mit dieser Mail will ich "Licht" in die aktuelle Situation von Instagram bringen und zeigen, wo die "Reise" von der Plattform in Zukunft hinführen wird

Um besser zu verstehen, was Instagram vorhat, und was mittlerweile nötig ist, um sich auf der Facebook-Tochter eine profitable Marke aufzubauen, gehen wir zunächst zurück ins Jahr 2010 

- dem Jahr, als die Plattform "das Licht der Welt" erblickte. Ursprünglich wurde Instagram als "Foto Sharing App" entwickelt - mit dem Grundgedanken, Fotos mit seinen Freunden teilen zu können. Um jedoch nicht im "Meer" von zahlreichen ähnlichen Apps unterzugehen und die User möglichst lange auf der Plattform halten zu können (Stichwort "Customer Lifetime Value"), bediente sich das Entwicklerteam - wie Facebook bereits mehrere Jahre zuvor - gleich von Beginn an der beiden mächtigsten "Kundenbindungs-Werkzeuge" der Welt: dem menschlichen Grundbedürfnis, Anerkennung, sowie dem süchtig machenden Glückshormon, Dopamin. Mithilfe von Followern und Likes vermittelte Instagram zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit seinen Usern das Gefühl, dass jeder "Rockstar" werden und von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt "geliebt" werden kann. Jede "noch so graue Maus" (der Begriff soll sich jetzt nicht auf ein bestimmtes Geschlecht beziehen - Anm. des Autors) fand auf einmal auf der Plattform die Anerkennung, nach der sie sich schon immer sehnte. Mit perfekt in Szene gesetzten Bildern und Videos liegt einem scheinbar die "ganze Welt" zu Füßen - und die Likes unter den Bildern und die neu gewonnen Follower vermitteln dieses unbeschreibliche Gefühl der Anerkennung. Jedes Mal, wenn man die App öffnet und die vielen Likes und Follower auf dem eigenen Account sieht, schießt Dopamin ins Gehirn und man fühlt sich einfach nur glücklich. Und noch einen weiteren "positiven" Nebeneffekt hat Dopamin: es eignet sich perfekt, um sich von unangenehmen "Problemen" abzulenken und von den damit verbundenen Schmerzen davonzulaufen - ähnlich wie bei Süchtigen der Fall.

Das einzige Problem: Dopamin besitzt eine relativ kurze Halbwertszeit und so schnell wie der "Glücksrausch" gekommen ist, ist er auch wieder weg. Die Lösung: wieder ein Bild posten - für neue Likes und Bilder. Blöderweise mischt sich im Laufe des "Glücksspiels" relativ schnell ein weiterer "Geselle" mit ein: das sich ständige Vergleichen mit Anderen (bzw. die Angst, "nicht genug zu sein"). Bereits in der Schule lernten wir (unbewusst), nur dann "geliebt" zu werden, wenn wir "besser" als alle Anderen sind. Gleichzeitig ist dieses Streben von Mutter Natur aus tief in unser verankert und absolut lebensnotwendig. Schließlich überleben nur die Stärksten. Folglich fängt man beim Durchscrollen des Instagram Feeds und dem (unbewussten) Vergleichen mit "größeren" Accounts irgendwann an, sich "minderwertig" zu fühlen. Also will man mehr. Getrieben von der Sehnsucht nach Anerkennung fängt man an, sich nach Alternativen umzuschauen - die im schlimmsten Fall damit enden, dass man sich komplett "verliert" und bereit ist, Dinge in Kauf zu nehmen, die die Sucht "befriedigen".

Natürlich ist auch Instagram die teilweise "lebensgefährliche" Jagd nach Likes und Followern nicht entgangen. Immer wieder tauchten in der Presse Berichte von Menschen auf, die "für mehr Likes und Follower" in giftige Abwässer springen, sich komplett verunstalten oder sich sogar in krassen Fällen das Leben nehmen, weil sie auf der Plattform gemobbt werden. Folglich war die Facebook-Tochter irgendwann gezwungen, der zerstörerischen "Jagd" ein Ende zu bereiten - so zumindest die Kommunikation des Unternehmens nach Außen hin. Das menschliche Wohl seiner User in Betracht ziehend, macht diese "Einsicht" und Entscheidung definitiv Sinn. Gleichzeitig muss jedoch auch bedacht werden, dass Instagram als Unternehmen kommerzielle Aspekte verfolgt und sehr daran interessiert ist, an der "Sucht" seiner User mitzuverdienen bzw. "sich für Follower und Likes bezahlen zu lassen".

Doch was bedeuten diese "Erkenntnisse" nun für die aktuelle Entwicklung der Facebook-Tochter? Durch regelmäßige "Bereinigungen" der Plattform (Stichwort "Fake Follower" und "Fake Likes") und Einschränkung der Nutzung von "Bots" (Stichwort "unauthenthsches Nutzerverhalten"), sowie dem Abstrafen (durch geringere Reichweite) von politischem und "familiy unfriendly" Content, als auch dem "Verschwinden lassen" von Likes lässt sich bereits erkennen, dass Instagram weg von der nach Anerkennung suchenden "Jagd" nach Likes und Followern will. Betrachtet man gleichzeitig die stetige Weiterentwicklung von den User an die Plattform bindenden Zusatzfeatures wie z.B. IGTV und dem Pushen von unterhaltenden Videos, wird schnell klar, dass das Unternehmen ab sofort vermehrt hin zum Fokus auf "User Experience" und damit einhergehend "Relevanz" legen will. Denn je länger die einzelnen User auf der App verweilen, desto mehr Möglichkeiten hat Instagram, diese mit Werbung zu bespielen.

Und was bedeutet das nun für den Erfolg der einzelnen User auf der Plattform? Instagram belohnt künftig alle Profile mit mehr Reichweite und Sichtbarkeit, die es mit relevantem Content schaffen, möglichst viele Leute auf der Plattform zu halten. Oder anders ausgedrückt: Je besser und öfter Du zu einer guten User Experience beiträgst, desto relevanter wirst Du für Instagram und desto besser wirst Du vom Algorithmus organisch gepusht.

Und was bedeutet das konkret für Dich? Bzw. welche Spielregeln solltest Du ab sofort auf Instagram für maximal organische Reichweite beherzigen?

 

  1. Oft posten: nur wenn Du möglichst oft postet, kannst Du User "bei der Stange" und folglich auf der Plattform halten. Dadurch steigst Du im Relevanz-"Ranking" von Instagram und wirst mit mehr Reichweite und Sichtbarkeit belohnt.

  2. "Der rote Faden": um Usern eine möglichst gut Experience zu bieten, wird es immer wichtiger, dass Du Dein Business entsprechend positionierst, die Sprache Deiner Zielgruppe sprichst und sie immer wieder auf's Neue mit relevantem Content "abholst". Je besser die Experience, desto mehr User bleiben auf der App. Und desto mehr Reichweite und Sichtbarkeit bekommst Du.

  3. Täglich 3-5 Stories posten: wie bei Punkt 1 gilt es auch mit den Stories, die User an Dich bzw. Instagram zu binden. Besonders wichtig: übertreibe es nicht mit Werbung ("Spam"), da Du ansonsten die User "verkraulst". Je mehr User Deine Stories vorzeitig abbrechen, desto mehr Relevanz verlierst Du. Folglich wirst Du von Instagram mit weniger Reichweite abgestraft.

  4. Mehr echte Interaktion: "Fahre" das Engagement hoch, indem Du mit neuen Usern Deiner Zielgruppe interagierst - in Form von Likes und Kommentaren. Interessiere Dich aufrichtig für sie und Du machst Dich bzw. Deine Marke interessant.

  5. Neue Features nutzen: jedes Mal, wenn neue Features veröffentlicht werden, ist Instagram an Beta-Testern interessiert und belohnt diese entsprechend mit mehr Reichweite.

  6. Cross-Promotion: Hole neue User auf die Plattform und Instagram belohnt Dich mit mehr Reichweite. Fordere z.B. Geschäftskontakte und Kunden aus Deiner E-Mail Liste dazu auf, Dir auf Instagram zu folgen.

  7. Collaborations/"Shoutouts": Nutze Influencer bzw. andere Accounts mit großer Reichweite, die Deine Zielgruppe beherbergen, um auf Dich bzw. Deine Marke aufmerksam zu machen.


 

Auf der anderen Seite werden alle Aktivitäten, die dazu führen, dass die User die Plattform wieder verlassen, von Instagram mit weniger Reichweite abgestraft. Folglich macht es auch absolut Sinn, dass Instagram die Grenze für bestimmte Interaktionen gedrosselt hat. Die bis dato für den Aufbau von mehr Followern und Reichweite beliebte Follow-Unfollow-Strategie steht mittlerweile auf der Instagram "No Go"-Liste ganz weit oben. Ebenso wie das Kaufen von Followern und Likes. Beide "Taktiken" bewirken eine schlechte User Experience und "Abwandern" der User auf andere Plattformen. Der Grund hierfür: durch Follow-Unfollow werden die User verärgert und künstlich aufgebauschte Accounts "nerven" aufgrund der Offensichtlichkeit den Großteil der Community.

Mir ist bewusst, dass ich mit den eben beschriebenen Aussagen das Automatisierungs-Tool von InstaReichweite alles andere als gut dastehen lassen - zumal die Follow-Unfollow-Strategie die Basis unseres Services für mehr Follower und Reichweite darstellt. Gleichzeitig ist diese Strategie jedoch nicht die einzigste Möglichkeit und - wenn in Verbindung mit den oben beschriebenen Punkten richtig angewandt - durchaus noch äußerst effektiv zum Aufbau von mehr Reichweite. Wie in meiner Mail von vor 14 Tagen erwähnt, sind für ein weiteres erfolgreiches Anwenden dieser Taktik zwei Punkte zu beachten: Instagram achtet ab sofort vermehrt darauf, dass Interaktionen 1. so menschlich wie möglich ausgeführt und 2. von so wenig Endgeräten wie möglich durchgeführt werden, da es ansonsten zu Blocks kommen kann.

Neben der "Vermenschlichung" der Follow-Unfollow-Automatisierung nutzen wir viele weitere Strategien erfolgreich zur Gewinnung von mehr Aufmerksamkeit ("Sichtbarkeit") und damit einhergehend Reichweite.

Diese beinhalten:

  • automatisierte StoryViews bei der eigenen Zielgruppe und anschließendem Versand einer DM/eines Kommentars

  • automatisiertes Liken von Kommentaren der eigenen Zielgruppe (z.B. unter Bildern von Mitbewerbern, branchenrelevanten Influencern etc.)

  • automatisiertes Kommentieren unter den Bildern von branchenrelevanten Accounts mit gutem Engagement, um dadurch von der Zielgruppe gesehen zu werden


Um mit diesen Strategien maximalen Erfolg garantieren zu können, ist hierbei vor allem wichtig, dass man im 1. Schritt genau weiß, wer die eigene Zielgruppe ist und welche weiteren Interessengebiete diese auch außerhalb des "Hauptinteresses" verfolgen. Soll beispielsweise der sportbegeisterte "Mann von heute" erreicht werden, so könnte sich dieser neben dem Sport z.B. auch für Fashion, Grooming und/oder Reisen interessieren. Natürlich ist dieses Beispiel von mir nur oberflächlich "angekratzt" und erfordert deutlich mehr Arbeit in die "Tiefe". Gleichzeitig gilt es im 2. Schritt zu klären, wo bzw. bei wem die Zielgruppe auf Instagram vertreten ist und wie sie bestmöglich erreicht werden kann. Und natürlich ist es im 3. Schritt wichtig, diese mit entsprechendem Content abzuholen.

 

 Fazit: Die neuen “Spielregeln” von Instagram scheinen auf den ersten Blick das Instagram-"Weltbild" zahlreicher User zu zerstören - war es doch in der Vergangenheit um einiges leichter, sich auf Instagram einen (zumindest nach Außen hin) erfolgreichen Account aufzubauen. Allerdings galten auch schon immer für Instagram die gleichen Marketingprinzipien wie für die "reale" Welt - ganz besonders, wenn kommerzielle Absichten dahinterstecken. Es ist ein absoluter Mythos, zu glauben, dass es zum erfolgreichen Markenaufbau auf Instagram "einfach nur ganz vieler Follower und Likes bedarf". Erfolgreiche Selbständige und Unternehmer wissen jedoch, dass am Ende des Tages Resultate zählen und sich nur mit einer aktiven Community bestehend aus treuen Fans Geld verdienen lässt - nicht mit Hundert Tausenden "lebloser" Follower, die zwar rein äußerlich gesehen eine "gute Nummer" abgeben, aber nicht zu Kunden werden.

 

Und genau hier kommt InstaReichweite ins Spiel. Als Deutschlands führende Experten für organischen Reichweitenaufbau auf Instagram haben wir stets das Ohr am Puls der Zeit, wenn es um die Bedürfnisse geht, die Selbständige und Unternehme(r)n zum Aufbau einer erfolgreichen Marke auf der zweitgrößten Social Media Plattform der Welt haben. Unsere Mission ist es, Selbstständigen und Unternehme(r)n das Marketing-Wissen und die "Tools" zu vermitteln, die sie benötigen, um sich auf Instagram eine erfolgreiche Marke aufzubauen, und gleichzeitig für sie das zum Aufbau von mehr Reichweite verbundene Zeitproblem zu beheben.

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